skip to Main Content
Bekannt aus:
Ich gehe in die Luft!

Ich gehe in die Luft!

Ich gehe in die Luft und mache … etwas völlig anderes

Ist das nicht nervig? Sie kennen bestimmt auch solche Menschen in Ihrem Umfeld, die ständig Ihre Meinung ändern. Die wollen erst das eine und sind völlig begeistert von der Idee. Doch dann wollen sie etwas komplett anders und sind auch davon extrem überzeugt. Bis sie dann wieder eine neue Idee haben. Das sind Menschen, die ihren Luft – Anteil stark ausleben. In meinem Kommunikationsmodell der Elementaren Kommunikationstypen® ist es die Luft – Superfrau. Sehr kreativ, begeisterungsfähig und selten konstant bei der Sache.

Im Arbeitsumfeld eine Herausforderung

Wenn Sie so einen Kollegen haben bzw. so eine Kollegin, dann kann es schon nerven. Sie hören immer wieder von grandiosen Ideen und haben sich gerade darauf eingestellt, da kommt schon wieder eine neue. Die Idee von gestern wird dann mit einer kleinen Handbewegung weggewischt, um euphorisch weiter von der neuen erzählen zu können.

Ich habe einige Freunde, die so einen hohen Luft – Anteil in sich haben. Und sie haben sich ständig schuldig gefühlt. Weil wir in Deutschland zwar den Kindern so eine Sprunghaftigkeit zugestehen, aber bei Erwachsenen doch irgendwann ein anderes Verhalten erwarten. Als Kind darf ich noch am Montag Tierarzt werden, am Dienstag Köchin und am Freitag Reitlehrerin. Aber dann kommt das Alter, in dem wir uns entscheiden sollen. Nein: Müssen. Denn irgendwann muss doch jeder mal den Ernst des Lebens begreifen. Oder etwa nicht?

Der Luft – Typ: Das ewige Kind

Nein. Die Luft – Kommunikationstypen hören mit dieser Sprunghaftigkeit nie auf. Was aber auch gut ist. Nutzen Sie diese Kollegen für überdurchschnittlich geniale neue Ideen. Und geben Sie diese dann an Mitarbeiter, die vielleicht nicht so kreativ, aber gut in der Umsetzung sind. So nutzen Sie die Stärken beider.

Maike van den Boom ist Glücksexpertin und Bestsellerautorin. Ihr neues Buchprojekt hat sie zu den glücklichen skandinavischen Ländern geführt. Sie wollte heraus finden, wie sich die Arbeitswelt in Dänemark, Schweden und Norwegen von unserer unterscheidet. Vorher hatte sie mein Buch gelesen über die Kommunikationstypen („Ich kann auch anders„) und sie meinte immer wieder: Die Führungskräfte sind dort häufig Luft.

Luftige Führungskräfte sind großartig

Was sie auszeichnet? Sie sind Teamplayer und wollen gar nicht im Mittelpunkt stehen oder gar angehimmelt werden. Es ist ihnen wichtiger, dass sich alle im Unternehmen wohl fühlen. Sie stellen viele Spiele auf: Tischfußball, Puzzle, Musikecken. Ein Doktortitel ist ihnen völlig egal. Sie lassen sich duzen und stellen die eigene Meinung nicht über die eines Praktikanten.

In Deutschland gibt es eher selten Führungskräfte, die einen hohen Luft – Anteil ausleben, weil wir uns hier mit Konsequenz und Stärke (häufig auch Status) nach oben arbeiten. Die Leichtigkeit des Seins scheint da häufig nicht zu passen. Wenn Sie aber mal einen Vorgesetzten hatten, der seine Luft stark ausgelebt hat, dann wissen Sie, wie schön das ist. Manchmal ist er zwar chaotisch. Aber insgesamt einfach ein unkomplizierter Mensch, der mal auf dieses ganze Status-Gedöns pfeift.

Und warum gehe ICH jetzt in die Luft?

Warum ich es immer wieder tue ist klar. Ich habe eben einen großen Luft – Anteil in mir. Neben meinem Wasser- und Feuer – Anteil. Und das führte dazu, dass ich spontan beschloss einen Marathon zu laufen. Was war ich davon begeistert. Und ich habe auch euphorisch mit dem Training angefangen. Dann wurde ich leider krank. Von beidem habe ich hier im Blog berichtet. Drei Wochen mit dem Training auszusetzen war schon blöd, so kurz vorm Marathon. Das war aber nicht das Problem.

Vielmehr, dass ich mich zwischenzeitlich in eine neue Idee verliebt habe. Ich habe mir hustender- und schnupfenderweise einige Bücher über das Barfußlaufen angesehen. Vor allem das Buch „Born to Run“ hat mich nachhaltig beeindruckt. Deswegen habe ich spontan meine Laufschuhe auf den Dachboden gestellt und habe mein Training mit Barfußschuhen weiter gemacht. Was natürlich nicht so nahtlos ging. Denn bisher lief ich über die Ferse und auf einmal nur noch über den Ballen bzw. den Mittelfuß.

Die Konsequenz

Ich kam am Anfang nur 200 Meter weit und nach ein paar Wochen schaffte ich gerade mal ein paar Kilometer. Obwohl ich vorher schon locker an die 20 km laufen konnte. Daher findet der Hamburgmarathon heute ohne mich statt. Ich wäre eh die Langsamste gewesen, doch mit den Barfußschuhen … hätte ich noch nicht einmal die Hälfte geschafft.

Halten Sie also nicht nach mir Ausschau, falls Sie hingehen und den Läufern zujubeln. Ich bin entspannt zu Hause. Barfuß.

Mal sehen, wie lange diese neue Leidenschaft hält. Vielleicht ist sie ja von Dauer und dann laufe ich im nächsten Jahr den Marathon mit meinen Barfußschuhen. Aber versprechen tue ich nichts 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top