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So vermeiden Sie Streit zu Weihnachten

So vermeiden Sie Streit zu Weihnachten

Sie möchten keinen Streit?

Das ist doch einfach. Wenn Sie Streit vermeiden möchten, dann denken Sie bloß nicht an mögliche Streitigkeiten. Hah! Und schon habe ich Sie. Woran denken Sie? An Streit. Das ist wie mit dem rosaroten Elefanten mit grünen Gummistiefeln. Sobald ich den erwähne, haben Sie ihn vor Augen. Selbst wenn ich Ihnen sage, dass Sie nicht an ihn denken sollen.

Das liegt nicht daran, dass unser Gehirn keine Negationen verstehen könne, wie uns so gerne erzählt wird. Sondern vielmehr daran, dass sich unser Gehirn als erstes auf die Bilder in jedem Satz stürzt. Und bei dem Satz „Ich will keinen Streit diese Weihnachten“ haben Sie das Bild von Weihnachten im Kopf und vom Streiten.

Selbsterfüllende Prophezeiung

Die Worte und Bilder, die Sie im Kopf haben, die werden in Ihrem Körper umgesetzt. Wenn Sie sich also auf das Wort Streit konzentrieren, dann stehen Sie schon auf der ersten Streitstufe. Das ist genauso wie beim Zahnarzt. Manchmal sagt mir mein Zahnarzt: „Das ist bitter. Nicht schlucken.“ Und was habe ich als Bild im Kopf? Schlucken. Was mache ich? Ich schlucke.

Warum sagt er das? Warum sorgt er dafür, dass ich Bilder im Kopf habe, die ich doch gar nicht gebrauchen kann? Genauso ist es, wenn ich in meinen Vorträgen erkläre, wie ungesund räuspern ist. Sobald ich das Räuspern erwähne, haben die Hälfte der Zuhörer einen Kloß im Hals und das dringende Bedürfnis sich zu räuspern.

Was hätten Sie gerne?

Warum sprechen wir ständig Dinge aus, die wir gar nicht haben wollen? Denn dadurch bekommen wir sie. Unser Kopf setzt die Bilder um. Da wir uns aktuell mit den Bildern – zum Beispiel Streit – beschäftigen, nehmen wir es auch bewusster wahr. Wir sehen streitende Kollegen, streitende Liebespaare im Fernsehen, streitende Kunden im Geschäft.

Denken Sie doch ab sofort an das, was Sie haben wollen. Was hätten Sie gerne? Harmonie? Gut, dann sagen Sie sich: „Ich hätte gerne harmonische Weihnachten.“ Ich sage nicht, dass dies sofort klappt und sich ein Gedankengang auf Ihr komplettes Umfeld auswirkt. Aber Sie haben schon mal andere Bilder. Die beeinflussen Ihre Ausstrahlung. Und das wirkt sich auf Ihr Umfeld aus.

Geben Sie positiven Bildern Raum

Sie hätten gerne zu Weihnachten Harmonie, Ruhe, Entspannung, Besinnlichkeit, Fröhlichkeit, Wertschätzung, Nähe, Liebe? Gut. Dann denken Sie an all das. Und sprechen Sie es auch aus. Sagen Sie zu Ihrem Nachwuchs nicht: „Heute benimmst du dich endlich mal. Reiß dich zusammen.“ Sondern lieber: „Ich freue mich auf diesen Abend mit dir.“

Sprechen Sie das aus, was Sie gerne hätten. Nicht als Forderung, sondern als Wunsch. Geben Sie diesen Bildern Raum. Denn … wenn mein Zahnarzt zu mir sagen würde „Behalten Sie die bittere Flüssigkeit im Mund“, wäre das kein Problem. Das Bild kann ich umsetzen: „Im Mund behalten“.

Ich freue mich auf einen schönen, entspannten dritten Advent und wünsche Ihnen, dass Ihr Sonntag genauso wird, wie Sie ihn sich wünschen.

 

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