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Ertappt! Bei mir ist es fehlende Selbstliebe und bei Ihnen?

Ertappt! Bei mir ist es fehlende Selbstliebe und bei Ihnen?

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Ich schaue diesen wunderschönen traurigen Film. Dann kommt die Szene, in dem der krebskranke Junge jammert, dass er berühmt werden wollte und nun keine Chance mehr dafür bekommt. Er dachte, dass er weniger in Vergessenheit gerät, wenn aus ihm etwas ganz Großes geworden wäre. Nun ist er gerade mal 18 Jahre alt und der Tod nur ein paar Wochen entfernt. Somit ist sein Ziel unerreichbar.

In dem Moment schaut ihn seine 16jährige Film-Freundin an und hat Tränen in den Augen. Sie meint, dass sie es nicht mehr hören könne und dass er doch von einigen Menschen geliebt werde. Sie meinte, dass sie ihn über alles liebe und auch seine Eltern, seine Freunde und traurig darüber ist, dass ihm das nicht reicht.

Erwischt!

Ich schalte auf Pause. Spule ein Stück zurück und schaue die Szene noch einmal. Wieder Pause. Ich fühle mich mehr als ertappt, denn genauso wie der junge Mann in dem Film denke ich auch immer wieder. Wenn ich früher gesungen habe, dann hatten meine Freunde Tränen in den Augen. Mir hat dies nicht gereicht, weil ich dachte, dass es wichtig sei, auch alle Profis und Kritiker zu überzeugen. Nur so könne ich bekannt und berühmt werden. Ich sehe meine Freundin noch vor mir, wie sie mir sagt: „Isabel, wir sind deine Fans. Wir lieben deine Stimme und deine Musik. Und wir sind deine Käufer. Nicht die Kritiker.“

Recht hat sie. Doch ich konnte es nicht fühlen und verteidigte mein Streben nach weiterer Anerkennung wortreich.

Die beste Rednerin von allen

Genauso erging es mir auf der Bühne, wenn ich Vorträge hielt. Ich wollte stets so gerne zu den besten Rednerinnen in Deutschland zählen. Nicht nur von den Frauen, sondern von allen Rednern. Vor knapp zwei Jahren kam ein lieber Bekannter zu mir, der in den USA lebt und fragt: „Wieso bist du eigentlich noch nicht so berühmt wie die Schöneberger oder der Hirschhausen? Du bist so gut!“ In diesem Satz steckt deutlich ein Kompliment. Was ich allerdings subjektiv heraus hörte, war die Tatsache, dass ich noch nicht an meinem Ziel war.

Blöd gelaufen. Mittlerweile stehe ich kurz vor meinem 47. Geburtstag und den Bekanntheitsgrad einer Schöneberger habe ich noch nicht geschafft und ich gehöre auch nicht zu den bekanntesten zehn Rednern in Deutschland. Daher setzte ich mit externen Beratern noch einmal alles in Bewegung, nur um dann zu merken, dass dies für mich der völlig falsche Weg ist.

Bloss nicht anecken

Der Weg nach oben – was auch immer das ist – war für mich auch gleichbedeutend mit einem angepassten Verhalten. Ich bin schon recht direkt und so manches Mal wurde mir Kollegin-Bashing vorgeworfen, auch wenn ich nie jemanden namentlich vorgeführt habe. Und trotzdem ist dies nur die halbe Wahrheit von dem was ich denke. Ich sehe einige Menschen, die Dinge als Wahrheiten verkaufen, die in meinen Augen Schwachsinn sind. Da gibt es Menschen, die an unwissende Menschen unrealistische Träume für teures Geld verkaufen. Dass diese dann von den meisten nie erreicht werden, ist diesen Menschen egal.

Ich wartete immer wieder, dass alle Umstehenden gesammelt aufstehen und diesen Menschen verbal deutlich klare Grenzen setzen. Mit dem Warten habe ich nun schon vor einer Weile aufgehört. Ich habe beschlossen, dass ich bei diesem Spiel nicht mehr mit mache. Jetzt stehe ich auch alleine auf. Auch wenn dies bedeutet, dass „mein“ Ziel noch weiter in die Ferne rückt, weil mich Menschen nicht weiter empfehlen werden, die meine Meinung nicht mögen.

Was ist Erfolg?

Andere haben mehr Aufträge, sind bekannter und verdienen mehr Geld? Das ist schön. Andere schießen im Gegensatz zu mir mit ihrem Buch von 0 auf Platz 1 in allen möglichen Bestsellerlisten? Das freut mich. Bin ich deswegen weniger wert? Nein. Vom Kopf her habe ich dies schon vor einer ganzen Weile begriffen und ich schaffe es mittlerweile dies meistens zu leben. Und dennoch habe ich mich bei dieser Filmszene ertappt gefühlt.

Letztens kam nämlich ein Mentee auf mich zu, drückte mich und meinte, dass sie mir wohl noch ein paar Mal sagen müsse, wie großartig ich sei, damit ich es wirklich begreife. Das gab mir zu denken. Denn ich kann es durchaus greifen, doch ein kleiner Teil strebt immer noch nach dem Ruhm und der Anerkennung von Millionen von Menschen.

Woran liegt das?

Ach wie gut, dass keiner weiß, dass ich Selbstverzweiflung heiß. Naja … das wäre übertrieben. Es geht mir gut. Mein neues Buch und Hörbuch wird gut angenommen und ich konnte damit schon das Leben vieler Menschen bereichern. Als Rednerin werde ich immer besser und bewege Menschen so sehr, dass sie sich am nächsten Tag in ein erfüllteres Leben stürzen. Als Trainerin bekomme ich Bestnoten. Viele Auszeichnungen, überschäumende Feedbacks und rührende Rückmeldungen säumen meinen Weg.

Warum denkt ein Teil von mir dennoch, dass dies alles noch mehr wert wäre, wenn es noch mehr Leute genauso sehen würden? Bei mir ist es fehlende Selbstliebe. Nicht immer, sondern in diesen besonderen Momenten, in denen mir die Liebe und Anerkennung von einer Person nicht genug ist. Genauso wie früher, wenn ich als 16jährige vor meinen Freunden gesungen habe. Und als ich mich innerlich fragte, wie toll ich mich wohl fühlen würde, wenn anstatt dieser Handvoll Freunde, hunderte von Menschen begeistert vor mir sitzen würden. Und selbst als ich dies dann erreichte, fragte ich mich, wie es wohl wäre, wenn es tausende wären …

Knopf außer Funktion

Es wird besser. Von Tag zu Tag. Und genau das ist mein Ziel und meine Definition von Erfolg. Meinen Beitrag leisten, wertvoll sein, meine manchmal unbeliebte Meinung gegen den Sturm schreien und … mich selbst dabei lieben. Diesen Knopf der fehlenden Selbstliebe schaue ich mir immer wieder an und kappe einige Stromverbindungen, damit ich den irgendwann nicht mehr drücken kann.

Ich singe für mich und meine Freunde! Vorträge halte ich für all diejenigen, die sich davon bereichert fühlen. Und meine Bücher schreibe ich für die Leser, die damit ihrem Leben eine bewusste Wende zum Besseren geben wollen. Mit anderen Worten: Ich schreibe, singe und rede für Sie. Und für mich.

Bei mir lag und liegt es an fehlender Selbstliebe, wenn mir ein „Ich liebe dich“ von einer Person nicht reicht. Was ist es bei Ihnen?

Dieser Beitrag hat 40 Kommentare
  1. Mir fällt zu Ihrem Beitrag spontan das Folgende ein:

    „Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind. (Charles Bukowski)

    Sie sind sehr gut!
    (Glauben Sie es ruhig.) 😉

  2. Hallo Frau Garcia,
    tausend Dank für diesen wertvollen, wunderbaren Beitrag! Und bei der mangelnden Selbstliebe sitzen wir im gleichen Boot…schön, dass Sie auch da sind! Ihre Art zu schreiben berührt mich sehr.
    Viele Grüße
    Petra Kuch

  3. Hallo liebe Isabel, auch mir fällt spontan ein Zitat ein „Sobald ihr handeln wollt, müsst ihr die Tür zum Zweifel verschließen.“ (Friedrich Nietzsche) die mangelnde Selbstliebe oder auch Selbstachtung scheint es schon länger zu geben – Gut gebrüllt Löwe!
    Viele Grüße
    Hajo

  4. Liebe Isabel,
    Welch treffender Beitrag auch für mich!
    Ich kann nur zu dir sagen, dass Du und Deine Schulung vor diversen Jahren einen nachhaltigen – nur positiven – Eindruck bei mir hinterlassen habt.
    Danke dafür. Danke, dass du so bist wie Du bist.
    Herzliche Grüße,
    Astrid

  5. Liebe Frau Garcia,

    der Beitrag ist sehr schonungslos und dadurch sehr authentisch. Ich glaube, wenn man die Dinge macht, weil man sich dadurch einfach gut fühlt (schreiben, singen etc.), dann ist man auf dem richtigen Weg. Dann können sich auch große Dinge daraus ergeben, müssen sich aber auch nicht. Ein Ziel zu haben, ist überaus wichtig, genauso wichtig ist es aber auch, sich auf diesem Weg zum Ziel hin immer gut zu fühlen.

    Liebe Grüße

    Rike Gremler

  6. Liebe Frau Garcia,
    durch „Zufall“ bin ich auf Ihren Beitrag gestoßen und bin sehr dankbar dafür !
    Auf absolut erfrischend ehrliche und authentisch mutige Art haben Sie eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft auf den Punkt gebracht, sehr gut ! Und DANKE dafür !!!
    Alleine dieser Beitrag hat bewiesen, dass Sie brilliant sind in dem, was Sie tun ! Ich bin mir sicher, dass Sie mit Ihrer berührenden Art zu schreiben vielen Menschen helfen – und das ist gut so !
    Herzliche Grüße aus Karlsruhe
    Kerstin Brandt

  7. Liebe Frau Garcia,
    mit diesem – wunderbaren – Text haben Sie natürlich jetzt den Salat: viele Menschen werden Ihnen bestätigen, wie klasse Sie Sie persönlich und Ihre Arbeit finden. Da reihe ich mich doch gleich ein: vor einiger Zeit habe ich mal durch Zufall im Fitness-Studio auf irgendeinem Gerät Ihr Hörbuch gehört. Das gelbe. Zuerst habe ich zugehört, weil ich Ihre Stimme und Ihren klaren und dennoch lebhaften Ausdruck so toll fand. Sofort dachte ich: Wow – dieser Frau glaube ich alles, was sie über REDEN erzählt, denn sie kanns. Dann habe ich es nochmal gehört. Und zwar ganz genau. Beim nächsten Vortrag habe ich mich gleich am Anfang gemütlich hinten auf meinen Känguru-Schwanz gesetzt und mich sofort wohlgefühlt. Und ich glaube, es ist noch mehr passiert. Kürzlich habe ich dann Ihren Podcast entdeckt. Und wieder bin ich sehr beeindruckt.
    Vielen Dank, dass Sie hier so offen sind. Mich erinnert das, was Sie geschrieben haben, vor allem zwei Dinge:
    1) Vergleiche sind das, was uns klein macht. Sie sind nicht so bekannt wie Frau Schöneberger oder Hirschhausen und messen daran Ihren Erfolg (oder auch Wert?). Ich dagegen denke – wow – die Frau Garcia hats raus. Alles passt, Podcast, Bücher, Seminare, sie ist wirklich ein Star/Experte auf ihrem Gebiet. So muss ein Video-Podcast sein. Schaff ich nie so professionell, lass ich lieber gleich bleiben… Im Vergleich zu Isabel Garcia bin ich ein Nichts. Tja. Und dann kenne ich Menschen, die sich mit mir vergleichen und sich damit klein machen. Und sicher haben auch diese Bewunderer, die sich im Vergleich klein fühlen. Logisch. Denn irgendwer macht immer etwas besser als wir.
    2) Das ist eine schwierige Frage: Wann sind wir etwas wert? Wenn uns viele Menschen sagen, dass wir wertvoll sind? Wenn uns wenige, aber wichtige Menschen sagen, dass wir wertvoll sind? Wenn wir es schaffen, uns selbst zu versichern, dass wir wertvoll sind? Was ist wertvoll? Erfolgreich, nützlich, hilfreich, leistungsfähig, anerkannt, beliebt oder was eigentlich? Was wäre, wenn wir einfach so wertvoll sind. Weil wir sind? Ob wir etwas geleistet haben oder nicht? Weil wir da sind und deshalb wertvoll und liebenswert sind. Für EINEN Menschen sind wir das Wichtigste auf der Welt und sehr sehr wichtig: für uns selbst.
    Das sollten wir uns vielleicht ab und zu mal sagen und zeigen. Und um anderen das Leben noch schöner zu machen, ist es auch wunderbar, anderen zu sagen, wenn man sie liebt, schätzt oder dankbar ist.
    Daher noch mal: Ich finde Sie toll!
    Liebe Grüße,
    Tanja Finke-Schürmann

    1. Liebe Frau Finke-Schürmann,

      wow … was für eine tolle Rückmeldung. Ich danke Ihnen. Und Sie haben recht, über die Frage nach dem „wann sind wir etwas wert“ könnten wir uns ewig austauschen. Super spannend. Wenn ich mal im Fitness-Center neben Ihnen joggen sollte, dann reden wir einfach mal darüber 😉

      Ich freue mich wirklich sehr über Ihre Worte und Gedanken. Danke schön.

      Herzlichen Gruß
      Isabel García

  8. Ist es nicht immer mangelnde Selbstliebe, die uns ins Außen treibt?
    Mir geht es genauso: Sei es beim Schauspiel oder beim Radio machen – letztendlich will ich ein „gut gemacht“ hören…
    Aber auch bei mir wird es besser. Und je mehr ich mich selbst liebe und somit gelassener werde, umso mehr Freude kann ich meinen Zuhörern machen.
    Eine Win-Win-Situation für alle! 🙂

  9. Liebe Isabel,
    allein der Mut zu dieser tiefen Selbtserkenntnis und deren Veröffentlichung zeigt, wie „besonders“ Du bist. Eben nicht perfekt, kommerziell und von oben herab, sondern authentisch, ehrlich, selbstkritisch und dennoch positiv nach vorne schauend… Wie wenig Menschen haben diese Stärke!!!
    Außerdem bist Du herzlich und herzenswarm, ich mag Dich sehr.
    Alles Liebe Stella

  10. Ich habe mich schon vor langer Zeit in Isabel Garcia verliebt. Diese elenden, langweiligen, Talkgäste mit ihren Profilneurosen, Politiker die im Parlament schlechte und verdummende Reden halten und eine Talksendung nach der anderen benutzen um ihre neoliberalen Ansichten zu verkaufen – nein Danke keine Frau Schöneberger und Co. Obwohl diese unterirdisch schlechten Talkshows durch Isabel Garcia endlich mal ein intelligentes, interessantes Niveau erhalten würden! Ich freue mich auf weitere Beiträge von Isabel Garcia.

  11. Liebe Isabel,

    Ich denke in solchen Momenten an Emil Coue’s schönen Satz „ich kann es, ich kann es sogar sehr gut“ das Erdet 😉 mich immer wieder. Übrigens arbeite ich zur Zeit an den Gesten und Elementen 😉 und erinnere mich wie schön deine täglichen kleinem Aufgaben im Ich Rede Online Kurs waren und habe sehr viel Spaß dabei. Also deine Arbeit ist genau genommen unbezahlbar und dafür danke ich dir.

    Mit hypnotischen Grüßen aus dem Schwarzwald,
    Michael Büdtz

  12. Ein sehr schöner Artikel. Sehr ehrlich und offen. Da erkenne ich mich auch in vielen Punkten. Ich hatte das Glück, dass ich kürzlich auf einem Wochenendseminar mit Bob Proctor war. Eine Sache, die er erzählte, setzte ich direkt um. Jetzt setze ich mich jeden Morgen, bevor ich mit der Arbeit beginne, an den Schreibtisch. Und notiere mir 10 Dinge, für die ich dankbar bin.

    Und jeden Tag stelle ich fest, dass es so vieles gibt, was mich dankbar macht. Natürlich habe ich auch vieles, was ich erreichen wollte, noch nicht erreicht. Aber indem ich diese Übung täglich praktiziere, werde ich zufriedener, dankbarer und glücklicher.

    Weil ich sehe: es ist ja gar nicht so schlecht. Ich komme voran. Und ich schaffe auch, was ich mir vornehme.

  13. Liebe Isabel Garcia,

    sie haben einen schönen Namen, eine schöne Stimme und ein schönes Äußeres. Wenn man davon ausgeht: so wie innen, so auch außen. Dann sind Sie doch schon im Übermaß beschenkt worden. Schönheit und Klugheit reicht schon! Berühmtheit hat große Vorteile und große Nachteile. Beide Seiten der Medailie muss man bereit sein zu tragen. Ich bin lieber glücklich und beschenke die Welt mit meinem Lachen und mit meinen durchaus positiven Absichten. So werde ich automatisch beschenkt, ob ich es will oder nicht. Peace, Love and Joy

    Liebste Grüße und einen wunderschönen Herbst wünsche ich bei jedem Wetter meine liebe Berühmtheit Isabel Garcia

    Der Himmel liebt dich so wie du bist!

    Sabine Hofer

  14. Liebe Isabel,
    ich bringe jetzt keine Komplimente. Bei mir kommen die in der Regel auch nicht wirklich an oder tangieren mich (nur) peripher 😉
    Das ist eine Lebensaufgabe.
    Ich habe begonnen, diesen Weg vor vielleicht 3 Jahren zu beschreiten (indem ich zwei wunderbare Bücher dazu las und mit täglicher Metta-Meditation begann) und erst vorletzte Woche ertappte ich mich dabei, wie tief, tief, tief, tief, tief meine Selbstablehnung sitzt, wie mächtige die innere Kritikerin ist („Ich bin nicht (gut) genug!). Mein 8-jähriger Sohn ist mir da oft ein wunderbarer Spiegel. Zu erleben, wie sich in ihm Selbstablehnung aufbaut. Zum Glück kann ich – hoffentlich in vielen – solcher Momente dann so auf ihn eingehen, dass sich nicht zuviel Selbstablehnung aufbaut. So ganz kann ich es nicht vermeiden – kein Wunder, so sehr wie ich mich ablehne, täglich schelte.
    Ich kann nur sagen, ein heilsamer Weg ist, die Selbstablehnung, Kritik/-erin „anzunehmen“, anzuschauen, anzusprechen, sie mal in den Arm zu nehmen (die ist ja voll gestresst; seit über 40 Jahren spricht sie stündlich, täglich zu mir).
    Es ist nicht gut, sie kappen (die Stromleitungen dahin) zu wollen. Die Selbstablehnung gehört dazu, gehört zu Ihnen, gehört zu unserem Zeitgeist, zu unserer Gesellschaft, mehr oder weniger zu jeder, zu jedem. Anschauen, in Kontakt treten bewirkt viel mehr – Heilung, Selbstannahme.

    Schöne Grüße

  15. Liebe Frau Garcia
    Danke für den Artikel und das damit verbundene Aufrütteln.
    Ich singe nicht mit 16 sondern mit 60 (morgen im KKL in Luzern). Erst jetzt langsam zum eigentlichen Genuss und mit Liebe für die Zuhörer. Und damit auch zu mir selbst.
    Beste Wünsche
    R L

  16. Liebe Isabel Garcia
    Danke für das Wiedererkennen. Es stimmt etwas in mir so wunderschön versöhnlich…
    UND es weckt das Bedürfnis, Ihnen zu antworten. Dafür möchte ich diesen Text einbringen:

    ————————————————————————————————————————————————

    Was willst du noch?

    Schrei, schrei ganz laut hinaus.
    Sag, was du zu sagen hast.
    Gib dir eine Stimme,
    dann hört dir jeder zu.

    Du bist wichtig.

    Schau in einen Spiegel.
    Sieh dir deinen Körper an.
    Erkenne sein Geschenk an dich
    und nimm es dankbar an.

    Du bist einzigartig .

    Steh fest auf deinen Beinen.
    Krall` die Zehen in den Sand.
    Stell dir vor, du hättest Wurzeln.
    Kein Tornado hebt dich auf..

    Du bist unverwüstlich.

    Heb` die Arme seitlich an.
    Atme tief in dich hinein.
    Bis zu den Zehenspitzen.
    Fühle wie das Blut durch strömt,
    und spüre deinen Puls.

    Du bist lebendig.

    Leg den Kopf in deinen Nacken.
    Schau in den Himmel hinauf.
    Denke an die, die dich lieben.
    Träume, was immer du träumen willst
    und freu` dich auf dein Leben.

    Du bist glücklich.

    Was willst du noch?

  17. Liebe Isabel,

    durch Zufall bin ich gerade auf Ihren Text gestoßen.
    Genau das, was Ihnen beim Ansehen des Filmes geschah, passierte mir beim Lesen Ihrer Zeilen. Ich habe mich zutiefst wiedererkannt und es berührte mich sehr. Vielen Dank für das mutige Teilen dieser Gedanken! Ich bin dankbar für diese Erinnerung an unsere Verletzlichkeit und gleichzeitig die gewaltige Stärke, die darin liegt…
    ….und ich bin dadurch noch interessierter an Ihrer Arbeit geworden ;-)!
    Alles Liebe für Sie
    Annette

  18. Liebe Isabel,
    was machen die „besten Redner“, nach denen du strebst, denn aus? Ist es ein größeres Publikum zu haben oder mehr Empfehlungen oder ein höherer Bekanntheitsgrad? Wie weit gehen diese „besten Redner“ und wie authentisch bleiben sie für sich und andere? Was haben sie aufgegeben um „berühmter“ zu sein? So wie ich die wahrnehme bist du ein Mensch, der das was sie sagt auch so meint. Die sich in andere einfühlen kann – so unterschiedlich wir alle sind – um dann genau diesen Punkt zu treffen, der dieser Person und anderen weiterhilft. Die Alternativen gibt, wohl wissend, dass nicht alles für jeden funktioniert. Dennoch wirst du nie alle erreichen. Es ist wie ein Lied, das manche berührt, aber anderen nicht gefällt. Ist es dann wirklich fehlende Selbstliebe? Du hast für dich entschieden, dich nicht zu verbiegen und offen zu deinen Ansichten zu stehen. DAS ist für mich Selbstliebe. Das ist es, was dich antreibt erst recht weiter zu machen, neues zu probieren, an dir und an anderen zu arbeiten. Du bist dir selbst dein größter Fan und dein größter Kritiker. Du setzt dir Ziele – hohe Ziele – aber bist nicht bereit diese für Ruhm und Berühmtheit zu erreichen wenn du als Preis dich selbst aufgeben sollst. DAS ist Selbstliebe.
    Gib dich nicht auf. Bleib so. Denn die Anerkennung, die du bekommst, ist keine Anerkennung für etwas, das es nicht gibt – was nur vorgegeben / vorgespielt ist – , sondern Anerkennung für dich.
    Herzlichen Gruß aus Hamburg
    Sandra

  19. Liebe Isabel,
    gerade neulich habe ich mich mit einer Freundin über die Selbstliebe unterhalten und dann kam … schwubs Dein Beitrag.
    Be-rühmt! Kommt das eigentlich von rühmen, sich selbst oder von jemand anderen?
    Das ist anstrengend und kann ablenken vom Sein, denn wie sagt ein „berühmter“ Redner: wir tun ganz viel, um irgendwann ganz viel zu haben, um dann zu sein.
    Das weitaus gesündere und liebenswertere ist: zu sein, um dann zu tun, um evtl. dann zu haben!
    Du bist und das zählt, dann kommt das, was Du Dir wünscht auf Dich zu.
    Das Leben ist die Geschichte unserer Begegnungen und Begegnungen hast Du reichlich, vor allem mit Dir. Du bist bereits be- und gerühmt.
    Wer bitteschön sagt denn, wer die besten 10 Redner Deutschlands sind? An was wird das gemessen? Gibt es Orientierung?
    Zusammengerechnet erreichst Du täglich auf verschiedenen Plattformen einen Berühmtheitsgrad, der bestimmt die Zuschauerzahl in einem Saal sprengt! Berühmt kann man so herrlich breit definieren! Ausatmen, innehalten, im Moment verweilen und das Publikum genießen.
    Ich feiere Dich und zwar sehr sehr oft.
    Innigliche Grüße
    Wiebke

  20. Sehr geehrte Fr. Garcia!

    Ich möchte mich gleich mal bei Ihnen bedanken, für das was Sie machen und wie Sies umsetzen.

    Da ich Wiener bin gehts nicht ohne raunzen: Durch gewisse Ereignisse in meinem Leben bin ich nun da wo ich bin, von Außen betrachtet eigentlich unnötig noch nichts erreicht zu haben, im Nachhinein eigentlich fast lachhaft. Wurscht, richtige Mischungen zur rechten Zeit der richtigen Ereignisse und die Dinge werden lustig.
    Kurzum, Jahre Stillstand.
    Mittlerweile läuft es wieder ganz gut, kann zufrieden sein, abgesehen von 10 versch. Jahren die ich vergeudet habe mit Selbstmitleid und hier nun in den 40ern mich frage, was war meine Leistung?

    Warum diese Zeilen? Ich habe vor noch was aus meinem Leben zu machen. Für das „Was“ steht im Kopf schon Einiges in den Startlöchern. Das Problem ist weniger das „Wie“, sondern das „Warum nicht“, also wiso kein „gescheites Wie“.

    Nachdem mir auch das gereicht hat habe ich Stunden im Netz gesucht und bin unter Anderem auch auf Sie gestoßen. Nicht das ich nur paar Ihrer Vorträge und Seminarmitschnitte mir angesehen habe, mußte Ihr Podcast auch gleich dran mitglauben, habs fast am Stück verschlungen.

    Mit Ihrer ehrlichen und direkten Art, wie Sie die Kinder beim Namen nennen, die Dinge nicht nur zu erklären, sondern begreifbar zu machen und auf Augenhöhe dem Gegenüber nicht als Vortragende, sondern als einfacher Mensch mit Ecken und Kanten charmant zu servieren gelingt es Ihnen Ihr tolles Wissen und Können weiterzugeben.
    Danke das Sie mir halfen so manches in Vergessenheit oder Egalität geratenens in mir wieder aufzuwecken, Sie mit mir „geredet“ haben.

    Was bei mir sicher auch ein Punkt ist, ja die Selbstliebe aber die richtige Dosis.
    Gibt man sich selber die Chance was zu erreichen?
    Will ich wirklich so berühmt sein?
    Jeder kennt mich, will mein Freund sein?

    „Die die mich mögen kennen mich, die Anderen können mich“ .. meine Einstellung.
    Warum? Die mich jetzt mögen tun dies für das was und und wie ich bin, und nicht wer und wo ich bin, weil sie es aus ihrem Herzen tun und nicht weil es vorteilhaft, angesagt und wassonstnoch ist diese Berühtheit zu kennen.
    Ich will auch berühmt sein, bei meiner Familie, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen.
    Ich sollte mich dafür lieben, für die Dinge, für die ich geliebt werde und nicht für das was man von mir verlangt zu sein, was Sie in so manchen Podscastvideo mitvermitteln.

    Frau Garcia, Sie sind bereits berühmt, warscheinlich mehr als Sie denken.
    Kein TV-Star, den Fernseher dreh ich ab und das wars.
    Was Sie vermitteln ist beständig, eine Hilfe fürs weitere Leben. Das kannst nicht so einfach abdrehn, das bleibt.
    Würde ich Sie treffen dann kann ich sagen: „Ich habe diese Frau getroffen und Dies und Jenes mitgenommen!“ Irgendeine Berühmtheit, wäre einfach nur eine Sache die in den Lebensanektoten steht.
    Wenn Sie mir gestatten: Bitte bleiben Sie einfach wie und was Sie sind.

    Ich freue mich auf weitere Newsletter usw. und auf weitere Hilfslektionen aus Ihrer Feder.

    Mit bestem Dank für Ihre Arbeit aus Wien

  21. Du schreibst mir aus dem Herzen. Es scheint, nicht nur mir.
    Drei Quellen nähren den Selbstwert (zur Selbstliebe):
    –HABEN (also ich muss mir andauernd Zeugs kaufen und herzeigen) dann bin ich der LIEBE wert.
    –TUN (ich muss geniales leisten, und viel davon) dann bin ich der LIEBE wert
    –SEIN (ich bin, hier, jetzt und das reicht, denn ich bin der LIEBE wert

    Du nährst deinen Selbstwert noch aus dem Leistungsaspekt. Das haben wir so gelernt.
    Eine Alternative ist es, dein Sein als Grund genug zu erkennen, geliebt zu sein.
    Über die Ratio geht das wohl nicht. Aber mir hilft es imemr wieder mich zu er-INNERn
    alles LIEBE dir!
    Dein Andreas 🙂

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